Die Geschichte

Mit acht Monaten habe ich meine neue Familie in Dortmund an der Tür mit einer Begrüßung empfangen, die ganz meiner Art entsprach, als ich als kleiner und quirliger Golden Retriever an allen hochgesprungen bin. Von nun an lebte ich dort und habe meiner Familie sehr viel Nerven und Zeit gekostet. Die Felder bei uns um die Ecke zum Beispiel, fand ich sooo toll, dass ich einfach losgedüst bin und meine Herrchen an der Leine hinter mir her geschliffen habe. Sie fanden das natürlich nicht so toll, doch ich hatte riesigen Spaß! Naja, ein bisschen ungezogen war das schon, doch ich war ja noch jung und ehe ich mich versah, war es sowieso schon Zeit für die Hundeschule. Hier verbrachte Jacky mit mir viel Zeit, was uns noch ein Stück mehr zusammenbrachte. Ein unschlagbares Team sind wir spätestens seitdem ich in der Hundeschule mein tolles Zeugnis bekommen habe, für Hunde heißt das die Begleithundeprüfung. Es machte meine Herrchen echt stolz, dass ich die Prüfung erfolgreich abgelegt hatte und auch ich fühlte mich wie der stolzeste Goldie in der ganzen Stadt!

Mein nächster großer und wichtiger Lebensabschnitt begann schließlich, als meine Herrchen mit mir in den Schwarzwald gezogen sind. Zwar war zuerst wenig los, was sportliche Aktivitäten anging, weil Jacky und ich einfach keine spannenden Angebote finden konnten, doch dann haben wir unseren Weg in die Hundestunde Rummel gefunden. Hier fühlten wir uns von Beginn an pudelwohl! Ich hatte endlich wieder neue Aufgaben im Leben und leiste als Begegnungshund fast jeden Tag eine Menge und lerne dabei immer wieder neue, spannende und liebe Menschen und andere Hunde kennen. Doch am liebsten sind mir immer noch meine Mauselöcher, die ich schon verteidige, seit ich ein Welpe war. Bei meinen liebsten Leckerlies fiel es mir zwar schwer, doch ich habe meine Instinkte und einen Auftrag und muss die Mauselöcher verteidigen, koste es, was es wolle! Selbst mein allerbester und treuester Freund Jamie, ein ausgeflippter und ganz lieber Labrador, hatte viel Mühe, mich von den Mauselöchern wegzubekommen. Wenn Jamie es dann doch mal geschafft hatte, hatten wir total viel Spaß. Wir haben wundervolle neun Jahre zusammen erlebt, gespielt, uns gejagt, gekäbbelt und geschmust. Auch wenn ich inzwischen neue Freunde gefunden habe, denke ich noch oft an Jamie. Ich habe ihm versprochen, dass ich – bis ich ihn im Himmel wiedersehen darf – alle Menschen und Tiere, die ich in meinem Leben noch begegne, glücklich und zufrieden machen werde.

Ihr wisst inzwischen, dass ich liebend gerne tobe und herumtolle, doch auch ich werde älter und mittlerweile nimmt Jacky etwas mehr Rücksicht auf mich und unendlich-langes Herumspielen ist nicht mehr so drin, wie früher. Das ist jedoch nicht so schlimm, denn wir machen ja jetzt Dogdancing zusammen! Hier sind die Bewegungen etwas langsamer. Meine Freundin Lula darf sogar über mich drüber springen – das lasse ich normalerweise nur bei meinen allerbesten Freunden zu. Als Belohnung für eine gute Leistung gehts mit meinen Herrchen im Anschluss ans Dogdancing meist ans Wasser. Besser geht es echt nicht! Ich liebe das Wasser und bin eine geborene Wasserratte! Was gibt es besseres, als schwimmen, plantschen und Stöckchen aus dem Wasser fischen und zerkauen?! Naja, das mit den Stöckchen find eigentlich nur ich super toll, denn bevor es ans Zerkauen geht, laufe ich mit dem Stöckchen erstmal so weit und so schnell ich kann und meine Herrchen müssen da erstmal hinterherkommen… Doch die sollen sich mal lieber anstrengen, schließlich müssen sie ja auch jung bleiben, sodass sie noch lange für mich sorgen können. Dass ich das Wasser liebe und ein kleiner "Goldfisch" bin, haben meine Herrchen schon früh erkannt. Jacky und meine Familie sind mit mir bereits ans Meer gefahren, als ich noch ganz jung war. Ich konnte mich echt glücklich schätzen, dass meine Familie mich so sehr liebt und deswegen einfach nicht ohne mich Urlaub machen konnte, wohin es auch gehen sollte. So nahmen sie mich eben auch ans Meer mit – was gibt es besseres, als einen gemeinsamen Urlaub am Meer

Ich hab zwar auch total auf Schnee gestanden, doch in Dortmund gab es davon leider nie so wirklich viel. Das war jedoch nicht so schlimm, denn dafür gab es ja direkt um die Ecke das schöne, große Erdbeerfeld. Hier waren Jacky und ich super gern, denn während Jacky Erdbeeren pflücken und essen konnte, durfte ich über die Felder rennen und das tun, was ich sonst im Schnee getan hätte, nämlich graben, graben und graben! Ich finde meine Familie echt toll und fühle mich sehr wohl – doch was bringt ein tolles Leben, wenn man es mit niemandem teilen darf? Wir wollen euch zeigen, was ich alles Schönes erleben darf und deswegen kam meine Familie mit mir auf die Idee, eine familiäre Hundepension zu gründen. Bevor ihr in meinen vier Wänden herumlauft, muss ich euch natürlich erstmal kennenlernen. Keine Sorge, ich bin überhaupt nicht streng – solange ihr meine Mauselöcher in Ruhe lasst, versteht sich! Wenn ihr bei mir seid, werde ich euch zeigen, wie viel Auslauf ich jeden Tag habe und wie schön es wirklich ist, als Hund bei und mit Jacky leben zu dürfen. Ihr würdet nämlich jeden Tag verwöhnt werden! Ich werde jeden Tag aufs Neue gefordert und gefördert und das ist auch gut so, denn ich fühle mich sooo fit und wohl, seitdem ich wieder arbeiten und aktiv sein darf. Das hört Jacky auch ganz oft von ihren Menschenfreunden! Nach dem Herumtollen komme ich meistens immer todmüde nach Hause und freue mich nur noch auf mein kuschelwarmes Bettchen oder die Couch, die Jacky extra hundefreundlich für mich hergerichtet hat. Mittlerweile weiß ich schon, wenn Jacky mein rotes Geschirr in der Hand hält, dass wieder Action und Spaß auf mich warten und ich schon mal freudig ins Auto springen kann, damit ich die erste an unserem Hundetreffpunkt bin und alle meine Menschen- und Hundefreunde begrüßen darf – heute jedoch nicht mehr durch Anspringen, sondern durch freudiges Schwanzwedeln, was jedoch mehr sagt und bedeutet, als tausend Worte.